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Streuobstwiese

Die Streuobstwiese ist die traditionelle Art des Obstanbaus. Sie diente nicht nur zur Obstgewinnung, sondern auch als Viehweide, als Mähwiese und als Windschutz um Gehöfte. Im Gegensatz zu den heutigen niedrigstämmigen Obstplantagen, in denen Obst in Monokultur angebaut wird, bestehen Streuobstwiesen aus verschiedenen alten, hochstämmigen Obstsorten.

Die Obstwiese hat 2 deutlich ausgeprägte Stockwerke: die Laubschicht der Bäume und die Krautschicht am Boden. Durch den weiten Stand der Bäume ist die Krautschicht zudem stärker besonnt und daher lebendiger. Heute zählt die Streuobstwiese zu den am stärksten gefährdeten Biotopen in Mitteleuropa, was die Anlage neuer, großflächiger Obstwiesen nötig macht.

Auch wenn es sich hier um eine Kulturfläche handelt, sind Streuobstwiesen sehr artenreich. Bis zu 5000 Tierarten können auf einer Wiese vorkommen, unter ihnen seltene Vögel wie Pirol, Wendehals, Steinkauz oder Wiedehopf. Aber auch seltene Insekten wie Schachbrettfalter, Schwalbenschwanz und Wildbienen finden hier Nahrung.
(Text: Philipp Wagner)

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