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Bienenhotel

In unserer strukturarmen und aufgeräumten Landschaft kämpfen Wild- oder Solitärbienen heute ums Überleben, da sie auf bestimmte Standorte für ihre Brutkammern angewiesen sind. Dieses selbstgebaute Bienenhotel kombiniert auf kleinstem Raum die unterschiedlichen Nistplatzansprüche und bietet damit einen Ersatzlebensraum.

Der Lehm dient Arten, die ihre Brutröhren aktiv in Hänge bauen. In den Hölzern finden Tiere, die sonst Totholz bevorzugen, vorgebohrte Löcher. Holunderstängel dienen als Ersatz für Arten, die ihre Röhren in Pflanzenstängel bauen. Zur richtigen Jahreszeit ist das Hotel ausgebucht und hunderte von kleinen Bienen bringen Pollen zu ihren Brutkammern.

Mit etwas Zeit wird man auch die einzelnen Arten unterscheiden können, und mit Glück vielleicht eine Kuckucksbiene entdecken, die ihre Eier in eine fremde Brutröhre legt. Zu Hause reicht aber auch schon eine Insekten-Pension. Zusammengebundene und aufgehängte Schilf- oder Holunderstängel, einzelne Holzblöcke oder gekaufte Lehmziegeln füllen sich auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon schnell mit Leben.

Dieses Bienenhotel wurde im Jahre 2008 ihm Rahmen des Sommerlagers des DPSG Stamm Sugambrer aus Bonn gebaut.
(Text: Philipp Wagner)

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